SVP-Denkmuster hochgefährlich

rückspiegelUnsere Welt wird nicht nur immer komplizierter. Sie wird durch die Vernetzung in erster komplexer. Um mit komplexen Ausgangslagen oder Lösungen umzugehen, gibt es verschiedene menschliche Strategien. Bekannt und politisch beliebt ist das Banalisieren. Komplexe Systeme – wie die bilateralen Beziehungen – werden getreu dem Motto “simplify your life” trivialisiert.

Eine andere Methode ist es, Komplexität über bekannte Muster zu vereinfachen. Damit wird die Intuition als “menschliche Lösungsvariante” ins Zentrum gerückt, um Komplexität zu verstehen. Das Problem dabei: Wenn sich Rahmenbedingungen ändern oder sich die Realität verändert, dann passen die alten Muster oft nicht. Denn diese Muster wurden in der Vergangenheit herausgebildet. Damit ist klar: Diejenigen, die mit alten Schablonen die Welt zu verstehen und zu erklären versuchen, werden an komplexen System oder Herausforderungen zwangsläufig scheitern. 

Wohl dir liebe SVP! Es ist das eine, alte Werte oder Traditionen zu verteidigen. Doch gefährlich wird es, wenn man seine Strategien auf Konzepten und Erfahrungen entwirft, die den aktuellen Herausforderungen nicht mehr gerecht werden. Wenn man ständig in den Rückspiegel schaut, kann man nur so lange vorwärts fahren, wie die Strecke gerade ist. Wird der Weg kurvig, kratzt man irgendwann die Kurve…

Gesellschaftsrevolution durch soziale Medien

Das Internet und die sozialen Medien führen zu einer Revolution. Die Macht verschiebt sich vom Anbieter zum Nachfrager aufgrund einer Änderung der Systemarchitektur (hochvernetze Systeme, Spontanaktivität und kreisende Erregung). Vorhersagen werden dadurch verunmöglicht. Das die Grundthese von Prof. Dr. Peter Kruse. Es lohnt sich seine scharfsinnige Analyse kurz zu hören und seine Folgerungen wirken zu lassen. Er prophezeit: Wichtig wird die Frage der Empathie: Man muss wissen, was “resonanzfähig” ist, um der neue Macht der Nachfrager zu entgegnen.

Es wird spannend werden, wie Unternehmen und Staat heute und in den kommenden Jahren darauf reagieren (werden) – oder schleichend untergehen. Das spannende daran: Erkennen die Eliten die Trends überhaupt? Wissen sie was passiert? Es gibt auch Beispiele in der Schweiz, die das Gegenteil belegen würden: Das erste grössere Phänomen in der Politik war das Referendum gegen den biometrischen Pass. Die “institutionelle” Politik wurde überraschtund überrumpelt durch die Bewegung im Netz. Heute sind wir bereits soweit, dass man innert Tagen über 100’000 Mitglieder über eine Facebook-Gruppe rekrutieren kann, um die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen zu erhöhen.

Social Media Frequency Guide

3/4 der Reichweite erreicht man in den ersten paar Stunden

3/4 der Reichweite erreicht man in den ersten paar Stunden

Im Netzt gibt’s viele nützliche Links, u.a. zur Frequenz von Posts in den Sozialen Medien. Kurz zusammengefasst:

  • Immer nur dann posten, wenn auch die Follwer online sind
  • Twitter: mindestens 5 Tweets pro Tag – besser 20 Tweets.
  • Facebook: fünf bis zehn pro Woche
  • LinkedIn: ein Post pro Wochentag

Quelle: Tipps zu Post auf Twitter & Facebook