Das Geheimnis des Erfolgsmodells Schweiz!

Die Schweiz wird von Minderheiten regiert. Unsere Vielfalt sprachlicher, kultureller wie politischer Art zwingt uns stets in wechselnden Koalitionen punktuelle Mehrheiten zu erarbeiten. Das ist der Kern unserer einzigartigen Konsensdemokratie, die alle Kräfte einbindet und im Wettbewerb der Ideen Kompromisse aushandelt. Das Resultat ist eine weltweit einmalige politische Stabilität die letztendlich auf dem Respekt der mannigfaltigen Minderheiten beruht. Unser Erfolgsmodell schöpft ihre Kraft aus dieser Vielfalt und vollbringt eine fortlaufende Integrationsleistung die seinesgleichen sucht. Wir haben ein politisches System der RückSICHT, der VorausSICHT sowie der VorSICHT geschaffen, dessen austarierte Kompromisslösungen direktdemokratischer Kontrolle durch Volk und Stände standhält.

Persönliche Freundschaften halten die Konsensdemokratie am Leben

Verborgen bleibt allzu oft, wer hinter der Konsensdemokratie steht. Die Garanten dieses Systems sind die viel gescholtenen Politiker auf nationaler, regionaler wie kommunaler Ebene, die diese Kompromisse erstreiten und immer wechselnde Koalitionen bilden, um Mehrheiten zu schaffen die Minderheiten respektieren. Diese Zusammenarbeit funktioniert nur aufgrund gewisser Voraussetzungen: Es beginnt beim Respekt vor Andersdenkenden, beim Respekt vor Minderheiten, beim Respekt vor politischen Institutionen. Es bedingt gegenseitiges Zuhören, eine gewisse Empathie, etwas Verantwortungsgefühl, Mut und ein gutes Stück Kompromissbereitschaft. Doch das reicht meist noch nicht aus. Im Kern der Konsensdemokratie stehen persönliche Freundschaften über die Parteigrenzen hinweg. Nur wer sich kennt und sich als Mensch gegenseitig schätzt kann harte politische Auseinandersetzungen ohne langfristige Flurschäden führen. Auch darum ist Politik in der Schweiz eine Beziehungskiste par Excellence.

Brückenbauer gesucht 

Unsere Konsensdemokratie lebt von Brückenbauern unter den Minderheiten. Persönlichkeiten ohne Scheuklappen, die in Andersdenkenden keine Klassenfeinde oder Landesverräter sehen. Persönlichkeiten, die nicht mit Feindbildern arbeiten, sondern auf andere Menschen zugehen und Gemeinsamkeiten suchen. Menschen, die hart für ihre Überzeugungen kämpfen, aber nicht verbissen auf einer Doktrin beharren oder sich hinter Parteibeschlüssen verstecken. Kurzum: Gesucht Vermittler zwischen Minderheiten, die unser Zusammenleben verbessern und unseren Wohlstand vermehren wollen.

Politik als Collage der Minderheiten

Politik als Collage der Minderheiten

 

 

 

 

Konsensdemokratie.

 

Es beginnt beim Respekt von Andersdenkenden, beim Respekt vor Minderheiten sprachlicher wie politischer Art und beim Respekt von politischen Institutionen.

Thurgau Tourismus Botschafter

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Tagaus, taBadehäuschengein wird man als Ostschweizer (den Thurgauer erkennt man westlich und südlich von Limmat und Linth nicht) angemacht. Insbesondere dann, wenn man die Schönheit aber auch jeden anderen Aspekt des Thurgi preist. Trotzdem: Man tut es gern und ich streiche gern stolz meine Heimat hervor. Gerade weil ich seit über 10 Jahren in Bern und Zürich eine Art “Entwicklungshilfe” leiste. Umso mehr freut es mich zum Botschafter des Thurgau im Rahmen der Kampagne “Typisch Thurgau” gewählt worden zu sein. Merci für die Ehre!

Link zu den Botschaftern

 

 

Algorithmen und Verfilzungen

Von Algorithmen und Verfilzungen

Von Algorithmen und Verfilzungen

Facebook ergänzt die gratis SRG -Wahlwerbung für Cédric Wermuth mit einem Hinweis “ähnlicher Link” zur gerigate -Affäre. Unschön und unfair für Wermuth, schliesslich ist der verborgene Link wohl schlicht “Baden”. Fragt sich nur, welche Person der Link zwischen SRF und Wermuth ist, denn diese Schleichwerbung ist genauso unschön und unfair für alle anderen Kandidierenden. Diese Verfilzung hat nichts mit einem FB-Algorithmus zu tun.

SVP-Denkmuster hochgefährlich

rückspiegelUnsere Welt wird nicht nur immer komplizierter. Sie wird durch die Vernetzung in erster Linie komplexer. Um mit komplexen Ausgangslagen oder Lösungen umzugehen, gibt es verschiedene menschliche Strategien. Bekannt und politisch beliebt ist das Banalisieren. Komplexe Systeme – wie die bilateralen Beziehungen – werden getreu dem Motto “simplify your life” trivialisiert.

Eine andere Methode ist es, Komplexität über bekannte Muster zu vereinfachen. Damit wird die Intuition als “menschliche Lösungsvariante” ins Zentrum gerückt, um Komplexität zu verstehen. Das Problem dabei: Wenn sich Rahmenbedingungen ändern oder sich die Realität verändert, dann passen die alten Muster oft nicht. Denn diese Muster wurden in der Vergangenheit herausgebildet. Damit ist klar: Diejenigen, die mit alten Schablonen die Welt zu verstehen und zu erklären versuchen, werden an komplexen System oder neuen Herausforderungen zwangsläufig scheitern. 

Wohl dir liebe SVP! Es ist das eine, alte Werte oder Traditionen zu verteidigen. Doch gefährlich wird es, wenn man seine Strategien auf Konzepten und Erfahrungen entwirft, die den aktuellen Herausforderungen nicht mehr gerecht werden. Wenn man ständig in den Rückspiegel schaut, kann man nur so lange vorwärts fahren, wie die Strecke gerade ist. Wird der Weg kurvig, kratzt man irgendwann die Kurve…

Gesellschaftsrevolution durch soziale Medien

Das Internet und die sozialen Medien führen zu einer Revolution. Die Macht verschiebt sich vom Anbieter zum Nachfrager aufgrund einer Änderung der Systemarchitektur (hochvernetze Systeme, Spontanaktivität und kreisende Erregung). Vorhersagen werden dadurch verunmöglicht. Das die Grundthese von Prof. Dr. Peter Kruse. Es lohnt sich seine scharfsinnige Analyse kurz zu hören und seine Folgerungen wirken zu lassen. Er prophezeit: Wichtig wird die Frage der Empathie: Man muss wissen, was “resonanzfähig” ist, um der neue Macht der Nachfrager zu entgegnen.

Es wird spannend werden, wie Unternehmen und Staat heute und in den kommenden Jahren darauf reagieren (werden) – oder schleichend untergehen. Das spannende daran: Erkennen die Eliten die Trends überhaupt? Wissen sie was passiert? Es gibt auch Beispiele in der Schweiz, die das Gegenteil belegen würden: Das erste grössere Phänomen in der Politik war das Referendum gegen den biometrischen Pass. Die “institutionelle” Politik wurde überraschtund überrumpelt durch die Bewegung im Netz. Heute sind wir bereits soweit, dass man innert Tagen über 100’000 Mitglieder über eine Facebook-Gruppe rekrutieren kann, um die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen zu erhöhen.