SVP verlässt Bürgerblock

Positionierung-Partei-Kantonalsektionen heuteBig Data und die enstehenden Datenblogs liefern immer wieder neue und spannende Einsichten. Mitunter werden ganze Deutungsmuster eingerissen. Auch im aktuellen Fall, einer Analyse der Forungsstelle sotomo. Entgegen der langjährigen, eintönigen SVP-Propaganda die oft unkritisch in den Medien wiedergegeben wurde, sind es nicht die FDP oder die CVP die ihre Positionen ändern, sondern in starkem Ausmass die SVP selber.

Animation zur Veränderung der Positionen der Mutterpartei sowie der Kantonalparteien.
Zur Analyse von Michael Hermann und Iwan Städler.  

FDP auf neuen Wegen im Dialog mit der Basis

Die FDP bereitet die National- und Ständeratswahlen im Dialog mit der Basis vor. Während drei Monaten können Interessierte an ein bis zwei thematischen Online-Diskussionen mit Parteiexponenten teilnehmen.

Zum Programm der Diskussonsrunden

Den Leitsatz hat die Parteileitung und das Wahlkampfteam bereits gesetzt:
Freiheit, Gemeinsinn und Fortschritt
– aus Liebe zur Schweiz

 

Meilenstein im Campaigning durch CMS

CRM BSDDialog ist seit gestern kein Fremdwort mehr. Mit der neuen Webseite wurde ein komplett neues CMS eingeführt. Das Tool ermöglicht den personalisierten Kontakt zu den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern einer Kampagne. Was bisher ein organisatorischer Hindernislauf war, wird nun von der Datenbank vereinfacht. Damit steigt der Kundennutzen wie auch die Schlagkraft der Kampagne.

Reaktion auf Veränderungen
Bisher war die Kampagnenarbeit mehrheitlich auf die Opinion Leaders ausgerichtet die in ihren Organisationen aktiv waren und als Multiplikatoren wirkten. Doch die institutionalisierte Politik kommt an ihre Grenzen und funktioniert in der Web 2.0.-Welt des 21. Jahrhunderts je länger desto weniger. Die Zukunft erfolgreicher Kampagnen liegt daher im Empowerment von Betroffenen und Unterstützern. Es gilt die Menschen über ihre Interessen und Bedürfnisse direkt abzuholen – ohne Intermediäre. Genau dazu ist das neue Tool da.

Details zum neuen Tool:
Links zum Blogeintrag auf www.mindestlohn-nein.ch
Link zum Einsatz des BDS-Tools auf www.economiesuisse.ch

Scheintransparenz

Vor jeder Session kommt immer wieder dieselbe Leier. Journalisten allenthalben versuchen die Interessensvertreter link und rechts “einzufangen” und “abzubilden”. Die Botschaft an die Leserschaft: Da sind die bösen Lobbyisten die mit niederträchtigen Absichten und über verschlungene Wege die Politiker “korrumpieren”. Wir, die guten Journalisten, schaffen Transparenz und klären auf.

Nun dann, gut wenn dem so wäre! Tatsache ist, dass die Medien im besten Fall eine Scheintransparenz schaffen. So auch die ehrwürdige NZZ, die nun auch auf diesen Zug aufspringt und in einer Datenanalyse das Beziehungsgeflecht aufzuzeichnen versucht. Schön gemacht! Aber leider ziemlich unvollständig, darum nicht nur unbrauchbar, sonder zu einem guten Teil irreführend. Was ist mit all den Lobbyisten ohne Bundeshausbadge? Jede Analyse bleibt ein Flickwerk.

Der grösste Witz an der Sache ist die Verlogenheit welche die Medienschaffenden damit selber an den Tag legen. Die mit Sicherheit einflussreichste Lobby sind die Medien selber. Sie entscheiden über was berichtet wird oder was totgeschwiegen wird. Sie entscheiden wer und in welchem Umfang zu Wort kommt. Sie entscheiden, wer welche Interviews wie redigieren darf. Man erinnert sich beispielsweise an das nationale Hundegesetz, faktisch initiiert durch den Blick im Dezember 2005 nach einer Pitbull-Attacke in Oberglatt ZH.

Und nicht zuletzt: Sie arbeiten zu einem grossen Teil mit zugesteckten und meist auch aufgearbeiteten Informationen oder ganzen Stories der Interessensvertreter. Transparent wird das nie. Wieso auch. Schliesslich ist man als Journalist nicht nur Teil des System, nein, man ist nicht selten die matchentscheidene Schaltzentrale.

 

 

Paradoxes vom Abtimmungswochenende

Nach dem knappen JA zur Masseneinwanderungs-Initiative bleiben drei nicht ganz neuen Feststellungen:

  • Diffuse Ängste mäandern
  • Fremdenfeindlichkeit mobilisiert
  • Wohlstandsverwahrlosung macht träge

Nachdenklich weil relativ neu macht vorallem das Letzte: Den Schweizerinnen und Schweizern geht es so gut, dass sie nicht mehr wissen wie wir zu diesem Wohlstand gelangt sind und woraus er zu einem guten Teil basiert. Paradox ist, dass wir heute das Geld haben Jedem und Allen Subventionen auszurichten die nur das Gefühl haben benachteiligt zu sein. Die Ängste sind weitgehend unbegründet. Aber wie wird es sein, wenn wir weniger Geld mehr zu verteilen haben? Werden wir dann noch ängstlicher? Noch fremdenfeindlicher? Bescheidener? Oder allenfalls “gescheiter”? Ich weiss es nicht. Aber eines ist klar: Man wird sich gerne an die gute alte Zeit zurückerinnern und mit Dankbarkeit auf diese Zeit zurückschauen.