Gesellschaftsrevolution durch soziale Medien

Das Internet und die sozialen Medien führen zu einer Revolution. Die Macht verschiebt sich vom Anbieter zum Nachfrager aufgrund einer Änderung der Systemarchitektur (hochvernetze Systeme, Spontanaktivität und kreisende Erregung). Vorhersagen werden dadurch verunmöglicht. Das die Grundthese von Prof. Dr. Peter Kruse. Es lohnt sich seine scharfsinnige Analyse kurz zu hören und seine Folgerungen wirken zu lassen. Er prophezeit: Wichtig wird die Frage der Empathie: Man muss wissen, was “resonanzfähig” ist, um der neue Macht der Nachfrager zu entgegnen.

Es wird spannend werden, wie Unternehmen und Staat heute und in den kommenden Jahren darauf reagieren (werden) – oder schleichend untergehen. Das spannende daran: Erkennen die Eliten die Trends überhaupt? Wissen sie was passiert? Es gibt auch Beispiele in der Schweiz, die das Gegenteil belegen würden: Das erste grössere Phänomen in der Politik war das Referendum gegen den biometrischen Pass. Die “institutionelle” Politik wurde überraschtund überrumpelt durch die Bewegung im Netz. Heute sind wir bereits soweit, dass man innert Tagen über 100’000 Mitglieder über eine Facebook-Gruppe rekrutieren kann, um die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen zu erhöhen.

Social Media Frequency Guide

3/4 der Reichweite erreicht man in den ersten paar Stunden
3/4 der Reichweite erreicht man in den ersten paar Stunden

Im Netzt gibt’s viele nützliche Links, u.a. zur Frequenz von Posts in den Sozialen Medien. Kurz zusammengefasst:

  • Immer nur dann posten, wenn auch die Follwer online sind
  • Twitter: mindestens 5 Tweets pro Tag – besser 20 Tweets.
  • Facebook: fünf bis zehn pro Woche
  • LinkedIn: ein Post pro Wochentag

Quelle: Tipps zu Post auf Twitter & Facebook

Datenbank als Erfolgsfaktor im Campaigning

Kampaweb-MindestlohnEigentlich ist es nichts Neues. Franz Weber oder die AUNS hatten ihren Erfolg bei Unterschriften-sammlungen schon immer einer sauber geführten Datenbank zu verdanken. Genauso die Wirtschaftskammer Baselland. Doch die technischen Möglichkeiten reichen heute viel weiter als nur zum “wer”. Heute kann man ohne Personalaufwand auch das “wann”, das “woher” und vieles mehr erfahren, speichern und nutzen. Der Umgang mit Big Data wird so auch im Campaigning zum zentralen strategischen Erfolgsfaktor.

Anhänger zu Beteiligten machen

Es waren die Amerikaner, welche zu Beginn des Jahrtausends Social Media und Datenbanken im Politbereich zusammenbrachten und so ein unheimliches Potential freilegten. Moderne Systeme verbinden nicht nur Web 2.0.-Angebote mit Big Data, moderne Systeme sind integrierte CSR-Plattformen, mit denen Campaigner direkte Aktionen auslösen können und erst noch in einen echten Dialog mit den Nutzern treten können. Die Möglichkeiten sind beeindruckend, weil so die verschiendenste Fliegen mit einer klappe geschlagen werden können:

  • Kenntnisse der Nutzer und ihres Verhaltens (Targeting)
  • Vereinfachung des direkten Kontakts und des Dialogs (Involvement)
  • Ermöglichung von Mitmach- und Mitgestaltungsmöglichkeiten (Empowerment)
  • kostenlose Multiplikation der Botschaft (Impact)

Der Einsatz und die Handhabung moderner Datenbanken mit CSR-Lösungen steckt in der Schweiz noch in den Kinderschuhen. Ansätze gibt es seit einigen Jahren an mehreren ortn, doch voll integriert sind die Systeme bisher nicht. economiesuisse arbeitet seit kurzen jenem System, mit dem bereits Barack Obama seine erfolgreiche Online-Kampagne organisierte. Das erste Mal zum Einsatz kam die Datenbank bzw. die Webseite bei der Mindestlohn-Kampagne.

Berichtet hat darüber insbesondere Kampaweb in einem Blogbeitrag (“Wie economiesuisse die Linke mit ihren eigenen Waffen schlug”).
Eigener Blog zum Einsatz der BSD-Tools bei der Mindestlohn-Kampagne.

Das Potential dieser Campaigning-Systeme ist gerade in der Schweiz mit ihren direktdemokratischen Volksrechten immens.

Meilenstein im Campaigning durch CSR

CRM BSDDialog ist seit gestern kein Fremdwort mehr. Mit der neuen Webseite wurde ein komplett neues CSR eingeführt. Das Tool ermöglicht den personalisierten Kontakt zu den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern einer Kampagne. Was bisher ein organisatorischer Hindernislauf war, wird nun von der Datenbank vereinfacht. Damit steigt der Kundennutzen wie auch die Schlagkraft der Kampagne.

Reaktion auf Veränderungen
Bisher war die Kampagnenarbeit mehrheitlich auf die Opinion Leaders ausgerichtet die in ihren Organisationen aktiv waren und als Multiplikatoren wirkten. Doch die institutionalisierte Politik kommt an ihre Grenzen und funktioniert in der Web 2.0.-Welt des 21. Jahrhunderts je länger desto weniger. Die Zukunft erfolgreicher Kampagnen liegt daher im Empowerment von Betroffenen und Unterstützern. Es gilt die Menschen über ihre Interessen und Bedürfnisse direkt abzuholen – ohne Intermediäre. Genau dazu ist das neue Tool da.

Details zum neuen Tool:
Links zum Blogeintrag auf www.mindestlohn-nein.ch
Link zum Einsatz des BDS-Tools auf www.economiesuisse.ch