Séjour à Genève

Quelle chance de vivre dans un pays qui offre une telle diversité ! Auch wenn es fast täglich bemühend ist, die Romands und die Tessiner auch noch an Bord zu holen (nicht weil man nicht will, sondern weil einfach die Zeit fehlt), so ist das Bewusstsein doch tief verankert, dass unser Land aus dieser Vielfalt doch unglaubliche Kräfte mobilisiert. Da wir uns täglich selber integrierten (müssen), sind wir empathischer, flexibler, innovativer und kompromissbereiter als manch andere Weltenbürger. Nun, ich war auf Romandie-Entzug seit ich in Zürich arbeite. Eine trostlose Sache die geändert werden musste. Darum arbeite ich diese Woche aus Genf.

Tag 1: Am Morgen ging es schnellstens in die Boulangerie für eine Wochenration „Pain au Chocolat“. Danach direkt ins Büro über den Dächern von Genf. Während im multinationalen Genf bisher das Chauderwelch dominierte, quasselt es nun alles auf Französisch. Am Mittag bin ich schon etwas „geschafft“. Aber man isst hier gut und gerne. Das baut schnell wieder auf. Am Abend galt es die Stadt zu entdecken. Dabei fiel einiges auf: Vorurteile die man mitbringt und Dinge die erst auffallen, wenn man es in einer anderen Sprache hört. Warum nun heisst es im Restaurant Monsieur et (après) Madame XY? Im Brief kommt aber die Madame vor dem Monsieur? Sei‘s drum. In Genf gibt es auch Brücken unter der Last der Autos gemeingefährlich vibrieren. Und es gibt wohl ähnlich viele Schweizerflaggen wie in Luzern, obschon mich alle warnten, dass die „Republique de Genève“ irgendwie nicht dazu gehöre, bzw. dazugehören will.

Am Abend bin ich froh überlebt zu haben. Ich wurde lediglich zweimal fast über den Haufen gefahren von diesen autoverrückten Franzosen (ja, Franzosen, nicht Romands oder Genfer). Das Französisch kommt langsam wieder. Nervig ist einzig die Blaumeise, die in grosser Regelmässigkeit in meine Scheibenfront fliegt.

Vorfreude

Jeanneau 49 DS

Jeanneau 49 DS

Vorfreude ist wahrlich die schönste Freude. Irrational aber doch wahr. Oder wie erklärt man sich sonst die Stimmung, wenn man Tage vor den Ferien mit Reiseführer, Karten und Bier über der Tastatur brütet? Eigentlich ist man nur kaputt und will ins Bett. Schliesslich galt es noch rasch Dies und Das im Büro abzuschliessen. Dann war da noch die Wäsche. Der Coiffeur. Wer kennt das Spiel nicht. Und trotzdem: Die Vorfreude motiviert und stachelt dazu an, sogar in Tram mit zwei Stricklein noch den einen oder anderen Konten zu perfektionieren. Was soll’s. Im Flugzeug kann man auch noch schlafen!

Unerreichbar auf See

Ich habe mich bald durchgekämpft und das Ziel erreicht. Wir kreuzen aktuell (der Blogeintrag ist vorfabriziwert) mit einer aussergewöhnlichen Crew auf dem Mittelmeer und geniessen das Leben. Die Kombination aus Boot, Team und Segelrevier verspricht unvergessliche Ferien. Voller Zuversicht schlürfe ich das Bier aus, beantworte noch die beiden Mails und denke das erste Mal ans packen.

Editorial aus der Truppenzeitung

Nachdem uns am Freitag der Schnee effektiv überraschte, konnte uns die Verschiebung des Hauptquartiers heute Nacht nicht wirklich auf dem falschen Fuss erwischen. Und trotzdem: Um ein Haar wäre diese Ausgabe fast den Unwägbarkeiten militärischer Planung zum Opfer gefallen. Als dann nüchtern festgestellt wurde, dass ein Medienteam an einem Brigade-Standort ohne Zulassung von Medien (und erst recht ohne persönliche Ausrüstung, ohne die Nichts laufen würde) wenig Sinn ergibt, haben wir in der Hektik ausgeharrt. Nun wirken wir im gleichen Grossraumbüro, welches bisher weder Steckdose noch Stuhl für uns „frei“ hatte, doch etwas verloren. Nun denn, im Militär zählt der Auftrag.

Und mit diesem Auftrag starten wir wie ihr in unsere letzte WK-Woche. In der Volltruppenübung „CONDAOTTA 12 TUTTI“ stellen wir unsere Fähigkeiten zusammen mit dem Brigadestab unter Beweis. Den erhöhten Blutdruck gepaart mit mangelndem Schlaf haben wir mancherorts bereits gespürt – spätestens in der Aufbruchsphase letzte Nacht.

Wo ihr auch immer seid, im Relais auf der Kyburg, auf der kalten Patrouille, am Funkgerät im Schützenpanzer oder im Rapport mit dem Brigadier: Wir hoffen euch auch mit dieser Ausgabe unserer Truppenzeitung wieder eine willkommene Abwechslung bieten zu können und wünschen euch eine erfolgreiche Übung!

Zwischen 21. Oktober und 14. Dezember 2012 leiste ich meinen Dienst im Medienteam des FU Bat 5. Unsere Aufgabe besteht darin, 3x wöchentlich in einer Truppenzeitung einerseits über das Geschehen zu berichten, andererseits den Verband mit supponierten Meldungen auf die Einsatzübung in der letzten WK-Woche vorzubereiten. Eine tolle Sache mit viel Freiheiten!

On the road

Am Freitag galt es von Stein, Frick und Herznach aus nach Winterthur zu verschieben. Es hab ein Vor Det, ein Haupt Det, ein Nach Det und der Schnee. Mit letzteren beiden hat das Medienteam seine Erfahrungen gemacht.

Wir waren gerade mit den Interviewanfragen an Nationalrat Hurter, bzw. mit dem Rätsel beschäftigt, da begann es draussen leicht zu schneien. Mit dem Hunger nahm dann auch das Schneetreiben zu. Das Medienteam hat ausgeharrt bis die Akkus – in doppelten Sinne – leer waren. Draussen begannen erste Auto zu rutschen. Gottlob haben wir keine Verkehrsmeldungen gehört.

Mit 20 auf der Autobahn

Gut verpflegt – unser Bauchgefühl drängte uns dazu den Zwipf als Notration auszusparen – gings dann los. Gefahren sind wir dann wie so viele an diesem Nachmittag nicht sehr lange. Spätestens ab der A1 hatten wir Schritttempo, um dann vor dem Gubrist ganz stillzustehen. Da waren wir also. Blockiert in der Blechlawine. Eingeklemmt zwischen nervös telefonierenden, wild fuchtelnden und apathisch-trostlosen Autofahrern. Je länger es dauerte, desto grösser der Stau. Die gemeldeten Unfälle steigerten sich von 10 auf 30, 50 – bis zu 80 alleine im Kanton Zürich. Kunststück: Wir waren so langsam unterwegs, dass der Schnee auf der Autobahn gefrieren konnte!

Ziel unfallfrei erreicht

Gesamthaft soll es 250km Stau gegeben haben. Das Medienteam ist überzeigt, jeden Meter davon abgefahren oder eben abgestanden zu sein. Für eine Strecke die man in 54 Minuten schaffen sollte, benötigten wir satte 4,5 Stunden. Schlussendlich erreichten wir unser Ziel sicher und fanden nach weiteren 15 Minuten auch eine Parklücke. Schön zu wissen, dass auch alle anderen Kameraden unfallfrei angekommen sind.

Dazu passt auch der folgende Hauptartikel.