NEIN zur Mindestlohn-Falle der Gewerkschaften

Mitmachen unter www.mindestlohn-nein.ch
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Die Gewerkschaften verlieren seit Jahren Mitglieder. Ihre Legitimation nimmt dadurch ab und ihr Einfluss schwindet. Daher suchen sie verzweifelt nach einer neuen Daseinsberechtigung und neuen Einnahmequellen. Ihr Instrument dazu ist die Mindestlohn-Initiative. Über eine Hintertüre in der Initiative – die „Förderung von Mindestlöhnen in Gesamtarbeitsverträgen (Art 110a, Abs 2)“ – wollen sie das in der heutigen Sozialpartnerschaft zentrale „Arbeitgeberquorum“ aushebeln. Dadurch erhoffen sich die Gewerkschaften eine Zunahme der durch den Staat allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträge. Dies ermöglicht den Gewerkschaften auch ohne direkte Legitimation Arbeitsbedingungen mitzugestalten. Zudem können die Gewerkschaften über die vereinbarten Arbeitsmarktkontrollen neue, lukrative Aufträge generieren und sich Mehreinnahmen in Millionenhöhe sichern. Die Mindestlohn-Initiative ist so in erster Linie ein Machtinstrument der Gewerkschaftsbosse, welches ihnen Macht und Geld sichert. Dies gilt es zu verhindern. Darum stimme ich zu dieser Mindestlohn-Schlaumeierei klar NEIN!

Weitere Informationen unter www.mindestlohn-nein.ch
Blogbeitrag vom Juni 2013

 

Gewerkschafts-Millionen

Unia blockiert die Dättwiler Spar Filiale

Die Gewerkschaften gefallen sich in der Rolle des Underdog. Sie zelebrieren und inszenieren ihre Rolle als Robin Hood gegen angeblich ausbeuterischen Arbeitgeber. Kritisch hinterfragt wird dieses Selbstbild der Gewerkschaften selten. Wieso eigentlich?

Lobbyorganisation

Die Unia ist mit knapp 200’000 Mitgliedern die grösste Schweizer Gewerkschaft. Sie beschäftigt ein Heer von Mitarbeitern. Insgesamt 900 Mitarbeiter sind in 14 Regionen, 40 Sektionen und total 90 Sekretariaten tätig. Dazu kommen rund 10’000 Vertrauensleute in den Betrieben. Die Hauptaufgabe besteht im Management von rund 270 Gesamtarbeitsverträgen in rund 100 Branchen. Die Unia fungiert aber auch als grösste Arbeitslosenkasse, als Lobbyorganisation und engagiert sich in der Weiterbildung der Werktätigen. Zudem gibt die Unia 14-täglich  eine eigene, dreisprachige Zeitung heraus. Dazu kommen periodische Spezialpublikationen die in Portugiesisch, Spanisch, Serbisch/Kroatisch, Albanisch und Türkisch erscheinen – die Unia tut also auch aktiv etwas für die Integration, schliesslich betitelt sie sich selber als “grösste Organisation der Migrantinnen und Migranten der Schweiz”.

Geldmaschine

Mitgliederbeiträge der Unia
Die Mitgliederbeiträge bei der Unia sind linear – bis zu einer Obergrenze von 6500 Franken Einkommen. Ergo: Die Reichen werden bevorzugt. Eine Progression kennt die Unia nicht. Im Gegenteil.
Quelle: https://www.unia.ch/Mitglied-werden-Beitrittsfor.2947.0.html?&no_cache=1

Die Unia hat ein Budget von 132 Millionen Franken. Damit ist sie eine der grössten (wenn nicht die grösste) Lobbyorganisationen der Schweiz. Oder anders gesagt: Pro Mitglied stehen über 660 Franken zur Verfügung. Doch woher kommt dieses Geld? Die Mitglieder bezahlen je nach Einkommen monatlich zwischen 10.60 Franken (Arbeitsloser) und 50.80 Franken (Löhne ab 6500 Franken). Progressiv ist der Tarif nicht. Im Gegenteil. Dank einer Obergrenze profitieren gerade die Reichen. Ob jemand 6500 Franken oder 12’000 Franken verdient, ist der ach so solidarischen Unia offensichtlich egal – beide Zahlen dem Maximalbeitrag von 50.80 Franken. Geschätzt ein Drittel der Einnahmen stammt von den Arbeitgebern oder Dritten: Aus Vergütungen und Entschädigungen.

Moralinstanz

Transparenz ist etwas für die anderen. Die Unia klagt lieber an, statt mit guten Beispiel voran zu gehen. Das beginnt beim der eigenen Rechnung und angeblichem 2,5 Millionen-Budgetposten für Politkampagnen. Es endet bei den Löhnen der Mitarbeitern in den Gewerkschaftshotels im Besitz der Unia. Kürzlich wurde aufgedeckt, dass gleich mehrere Gewerkschaften in verschiedenen Hotels ihre eigenen Forderungen nach einem Mindestlohn von 4000 Franken ignorieren. Die Begründung eines Hotel-Direktors für Löhne von 3400 Franken war denn auch glasklar:  «In der aktuellen Situation wären höhere Löhne ein Problem.».