Gesellschaftsrevolution durch soziale Medien

Das Internet und die sozialen Medien führen zu einer Revolution. Die Macht verschiebt sich vom Anbieter zum Nachfrager aufgrund einer Änderung der Systemarchitektur (hochvernetze Systeme, Spontanaktivität und kreisende Erregung). Vorhersagen werden dadurch verunmöglicht. Das die Grundthese von Prof. Dr. Peter Kruse. Es lohnt sich seine scharfsinnige Analyse kurz zu hören und seine Folgerungen wirken zu lassen. Er prophezeit: Wichtig wird die Frage der Empathie: Man muss wissen, was “resonanzfähig” ist, um der neue Macht der Nachfrager zu entgegnen.

Es wird spannend werden, wie Unternehmen und Staat heute und in den kommenden Jahren darauf reagieren (werden) – oder schleichend untergehen. Das spannende daran: Erkennen die Eliten die Trends überhaupt? Wissen sie was passiert? Es gibt auch Beispiele in der Schweiz, die das Gegenteil belegen würden: Das erste grössere Phänomen in der Politik war das Referendum gegen den biometrischen Pass. Die “institutionelle” Politik wurde überraschtund überrumpelt durch die Bewegung im Netz. Heute sind wir bereits soweit, dass man innert Tagen über 100’000 Mitglieder über eine Facebook-Gruppe rekrutieren kann, um die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen zu erhöhen.